roter-hoersaal.de online

Das Onlineportal der Bildungsstreikinitiative „Roter Hörsaal“ ist nun online. Ihr findet die Seite unter:

www.roter-hoersaal.de

Seit Donnerstag aus dem Hörsaal – aber nicht aus den Köpfen

Fassen wir zusammen:

Rektor Burckhart verlangte Mittwoch mittags, dass wir bis 18 Uhr den Hörsaal verlassen – ansonsten droht Räumung, Strafanzeigen hätten wir jedoch nicht zu befürchten. Als es dann tatsächlich 18 Uhr wurde und ein gefüllter roter Hörsaal auf eine neue Reaktion wartete, zeigte sich ein weiteres Mal die Diskrepanz zwischen dem, was Rektor Burckhart ankündigt, und dem, was passiert: Es wurde uns mitgeteilt, dass es sehr wohl zu Strafanzeigen kommen wird.

Die Besetzung zog sich darauf hin trotzdem weit über das gesetzte Ultimatum hinaus, von Polizei keine Spur. Da wir die oben genannten Umstände nicht hinnehmen konnten und sich keiner der Studierenden bei der Ausübung seines Menschenrechts auf freie Meinungsäußerung kriminalisieren lassen wollte, haben wir in der Nacht gegen 2 Uhr die Besetzung des Roten Hörsaals freiwillig und vorläufig(!) beendet.

Dazu übrigens noch folgende Pressemitteilung unserer Uni: http://www.uni-siegen.de/uni/aktuelles/pm_idx.xsp?id=470

Besonders bemerkenswert, dass davon die Rede ist, dass einer unserer Kritikpunkte die Anzahl der Studiengänge seien – hat da jemand unsere Vorschläge garnicht durchgelesen, sondern seine eigene Agenda in die Pressemitteilung geschrieben?

Zwar mag es wie eine Niederlage wirken, dass wir den Hörsaal nun doch verlassen haben…

ABER: Das ist noch lange nicht das Ende. Wir werden auch in Zukunft aktiv bleiben und besonderen Augenmerk auf die nächsten Wochen legen. Speziell auf die Ergebnisse der Kultusministerkonferenz in Bonn am 10.12 (wir werden da sein – wer mitfahren möchte kann sich gern melden) und der Gespräche am 17.12 von 9:30 bis 12 Uhr.

Wir arbeiten weiter, nehmen die Kritiken und Vorschläge der Studierenden auf und tragen sie weiter. Also schreibt weiterhin an kritik.unisiegen@gmx.de!

Die Domain www.roterhörsaal.de wurde von uns reserviert und jetzt auch freigeschaltet. Aktuell ist sie nur hier auf den Blog verlinkt, aber das ist nur temporär so.

Unser Motto ist: Nach dem Roten Hörsaal ist vor dem Roten Hörsaal – wir hoffen auch in euren Köpfen.

Flashmob am 09.12.2009: „Bildungshetze/Leistungssprint/Prüfung“

Am 09.12.2009 ist wieder ein Flashmob geplant.

Ablaufplan:
Der Start ist um 12 Uhr wieder im Mensafoyer. Wir laufen sechs Runden (eine Runde pro Semester Regelstudienzeit) durch die UNI: Richtung Kultkaff, über die Brücke, am Haupteingang (D) vorbei, die Treppe am Affenfelsen runter, wieder ins Mensafoyer und die Treppe hoch beginnt die nächste Runde. Sechs Runden kann vielleicht nicht jeder durchhalten… doch nur so entstehen Eliten! Auf dem Weg regnet es Kreditpunkte (Konfetti) und ein Einheizer drinnen und einer draußen sorgen für das nötige Adrenalin.

Jeder, der mitlaufen möchte, ist herzlich eingeladen.

Studentenwerk stellt sich hinter Protestanten

Dresden. Das Deutsche Studentenwerk (DSW) hat sich hinter die bundesweit protestierenden Studenten gestellt. «Die Studierenden haben die wohl wuchtigsten und wichtigsten Proteste seit 1968 artikuliert», sagte DSW-Präsident Rolf Dobischat am Mittwoch in Dresden.

Ihre Forderungen nach studierbaren Bachelor-Studiengängen, Abschaffung der Studiengebühren und mehr Mitsprache seien völlig berechtigt.

Das Problem der Studienabbrecher bestehe bei den neuen Bachelorstudiengängen nach wie vor, sagte DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde. Bei den Geisteswissenschaften gebe es zwar einen Rückgang, die Abbrecherquote im ingenieurwissenschaftlichen Bereich an Fachhochschulen sei dafür gestiegen.

Das deutsche Hochschulsystem sei «immer noch selektiv wie kaum ein anderes in der Welt», sagte Dobischat. Nur 23 Prozent der Kinder aus Familien ohne akademische Tradition studierten, aber 83 Prozent der Kinder aus Akademikerfamilien.

Bundesweit einheitliche Regelungen für den Hochschulzugang und den -abschluss sollen nach Ansicht des Deutschen Studentenwerkes bestehenbleiben. Das gelte auch für das Hochschulrahmengesetz. Das DSW ist die Dachorganisation für 58 Studentenwerke, die sich um rund zwei Millionen Studenten kümmern.

Eckpunkte einer Studienstrukturreform

http://www.filedealer.com/freeupload/ab0c62f68677e91480d79258fd2aee1b.pdf

Hier nochmal den ausformulierten Forderungskatalog, der bis Freitag im roten Hörsaal erarbeitet und dann auch vor den Studierenden präsentiert wurde. Dieses Schreiben liegt auch dem Rektor vor, auf eine Antwort (oder wenigstens eine Reaktion) warten die Studenten momentan.